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20.04.2021

CM 625/CM 725 mit Servo-Direktantrieb

Neu werden die Hatebur COLDmatic Maschinen CM 625 und CM 725 mit einer noch grösseren Bandbreite an bisher ungenutzten Möglichkeiten angeboten: Der Direktantrieb in Kombination mit den bestehenden dezentralen Antrieben der CM 625/CM 725 bietet damit Einsparpotenziale.

Nach der erfolgreichen Einführung von Servoantrieben im Bereich Teiletransport und Materialeinzug, setzt sich mit der Lancierung des Direktantriebs die konsequente Weiterentwicklung der CM 625/CM 725 fort. Die neu von Hatebur entwickelte Lösung ermöglicht es nun, die grossen Vorteile dieser Technologie mit einem sehr guten Kosten- Nutzen-Verhältnis anzubieten.

In der Blechumformung sind Direktantriebe bereits seit längerer Zeit im Einsatz und auch weit verbreitet. Bei horizontalen Mehrstufenpressen ist deren Verwendung, aufgrund der anspruchsvollen Technologie und der damit verbundenen Kosten, noch nicht so häufig. Die für die CM 625/CM 725 entwickelte Lösung ermöglicht es nun, die grossen Vorteile dieser Technologie mit einem sehr guten Kosten-Nutzen-Verhältnis anzubieten.

Beim Einsatz des Servo-Direktantriebes entfallen unter anderem die Antriebsriemen, das Schwungrad und die Brems-Kupplung-Kombination. Die für den Direktantrieb zusätzlich benötigten Komponenten sind praktisch wartungsfrei. Der verwendete Antriebsmotor, ein sogenannter Torquemotor, ist ein wassergekühlter hochpoliger Synchronmotor, welcher mit permanent erregten Magneten arbeitet. Im Motor integriert ist – wie bei jedem Servomotor – ein Geber-System für die Drehzahl- und Lageregelung.

Wie beschrieben, verfügen Direktantriebe über kein Schwungrad, das heisst sie haben keinen kinetischen Energiespeicher. Um die geforderte Energie für die Umformung  bereitzustellen, wird im Antriebsschrank eine Kondensatorbank verbaut. Diese Kondensatoren sind in der Lage, während der der Umformung grosse Energiemengen abzugeben, in der unbelasteten Phase der Presse werden sie wieder geladen. Dies hat es ermöglicht, die Einspeiseleistung der Presse mit Direktantrieb auf dem Niveau der Standardpresse zu belassen.

Die CM 625/CM 725 bietet mit den standardmässig dezentral angetriebenen Systemen Materialeinzug und Teiletransport bereits eine bisher unbekannte Flexibilität der Kinematik. Beispielsweise können die Greiferbewegung oder die Quertransport-Geschwindigkeit unabhängig von der Drehzahl der Maschine variiert werden.

Dies ermöglicht es beispielsweise, die Umformwerkzeuge zu optimieren oder den Transport der Teile bei hoher Ausbringleistung noch sicherer zu machen. Kombiniert man diese Möglichkeiten mit einem Direktantrieb, kann auch die Pressschlitten-Bewegung beeinflusst werden. Typischerweise kann die Geschwindigkeit im vorderen Totpunkt der Presse, das heisst beim eigentlichen Umformvorgang verändert werden, ohne jedoch die Ausbringleistung zu reduzieren Durch die Verringerung der Pressschlitten-Geschwindigkeit im vorderen Totpunkt kann beispielsweise eine Bewegung analog der Kniehebelpressen erzeugt werden. Solche Funktionen können deutliche Standmengen-Verbesserungen der Umformwerkzeuge zeigen. Insbesondere bei Schliesswerkzeugen aber auch bei Standardwerkzeugen lassen sich dadurch Produktionskosten einsparen. Auch diverse Aluminiumlegierungen lassen sich bei langsameren Geschwindigkeiten besser umformen.

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