12.02.2024

Danfoss und Hatebur: Eine erfolgreiche Zusammenarbeit über Jahrzehnte

Der dänische Mischkonzern Danfoss verbessert seine Produktivität mit einer neuen HOTmatic AMP 20 S. Die alte Hatebur-Maschine geht in Rente, nachdem sie 60 Jahre lang zuverlässig ihren Dienst getan hat.

Danfoss ist ein multinationales Unternehmen mit Hauptsitz in Dänemark und beschäftigt weltweit über 42.000 Mitarbeiter. Im Jahr 1933 von dem Ingenieur Mads Clausen gegründet, entwickelt das Familien- und Stiftungsunternehmen innovative Lösungen, mit denen die Maschinenproduktivität erhöht, die CO2-Emission reduziert, der Energieverbrauch gesenkt und die Elektrifizierung ermöglicht wird. Lösungen von Danfoss arbeiten in Bereichen wie Kälte- und Klimatechnik, Gebäudeheizung, Energiewandlung, Motorsteuerungen, Industriemaschinen, Automobiltechnik, Schiffsantriebe sowie Off/On-Highway-Anwendungen. Das Unternehmen bietet auch Lösungen für erneuerbare Energien, wie Wärmepumpen, Solar- und Windenergie sowie Fernwärmeinfrastruktur für Städte.

Im Werk Viby, einem Stadtteil im Südwesten von Aarhus in Dänemark, fertigt Danfoss Climate Solutions ein Produktportfolio, das auf die Beheizung von Wohngebäuden ausgerichtet ist. Seit 1973 war eine Hatebur AMP 20 S das zuverlässige Rückgrat der Produktion von Muttern und Armaturen für Heizkörperventile, Thermostate und Wohngebäudeheizungen. «Seit mehr als 50 Jahren ist die alte Warmpresse von Hatebur als Schlüsselmaschine im Einsatz – und bis zum heutigen Tag produziert sie hochwertige Teile. Als Danfoss die Maschine kaufte, war sie bereits 10 Jahre alt. Heute ist sie 60 Jahre alt», berichtet Charlie Køhler, Produktions ingenieur bei Danfoss Climate Solutions.

Als das Unternehmen beschloss, die Produktion vom Standort Viby in die 45 km weiter westlich gelegene dänische Stadt Silkeborg zu verlagern, bestand eine wichtige Überlegung darin, ob die alte Hatebur-Maschine mit nach Silkeborg umziehen oder eine Neumaschine angeschafft werden sollte. Herr Køhler erläutert: «Ich war unmittelbar vor diesem Prozess in das Unternehmen eingetreten und für alle detaillierten Berechnungen zuständig. Am Ende beschlossen wir, der alten Warmpresse ihren wohlverdienten Ruhestand zu gönnen und in eine neue Hatebur HOTmatic AMP 20 S zu investieren.» 

Das Projekt begann im Oktober 2021 mit Besprechungen zwischen den Experten von Danfoss und den Spezialisten von Hatebur. Der Prozess war supereffizient, erinnert sich Køhler: «Es war eine Herausforderung, doch Hatebur war vom 1. Tag an ein grossartiger Partner. Nach dem Finalisieren aller Spezifikationen, Berechnungen und Normen und nach vielen Gesprächen mit Hatebur erteilten wir im März 2022 den Auftrag.» Die Entscheidung, die HOTmatic AMP 20 S zu kaufen, beruhte auf einer Vielzahl von Gründen, erläutert Køhler.

Erfahrung und Partnerschaft

Ein Grund war die jahrzehntelange positive Erfahrung mit der alten Hatebur-Maschine. «Angesichts der Qualität und Zuverlässigkeit der alten Warmpresse und des vom Hatebur-Team geleisteten Kundendienstes war es klar, dass Hatebur unser erster Ansprechpartner sein würde. Wenn man in solche Maschinen investiert, ist es ein grosser Vorteil, mit einem vorhandenen und zuverlässigen Partner zusammenzuarbeiten. Der Ersatz der alten Maschine durch eine neue Warmpresse von Hatebur gewährleistet, dass unsere Bediener mit der Produktionsanlage vertraut sind, weil viele mechanische Aspekte der gleichen Idee folgen. Daher ist die Bedienerschulung kein Problem», sagt Charlie Køhler.

25 Prozent schneller: Höhere Produktivität

Ein weiterer wichtiger Grund für den Kauf der neuen Maschine ist die erwartete Produktivitätssteigerung. «Wir erwarten, dass sie 25 Prozent schneller produziert als die alte Maschine. Wir erwarten weniger Wartungsaufwand und eine optimierte Maschinenverfügbarkeit», unterstreicht Køhler. Mit dem höheren Ausstoss wird Danfoss in der Lage sein, flexibler auf Marktanforderungen zu reagieren und mehr Teile zu produzieren. Bei maximaler Kapazität wird die neue AMP 20 S in drei Schichten laufen, von Montag bis Freitag, 225 Tage pro Jahr. Das ergibt 45 zusätzliche Produktionswochen in einem Kalenderjahr.

Qualitätsverbesserungen

Um selbst die höchsten Anforderungen in Bezug auf Präzision und Qualität zu erfüllen oder zu übertreffen, arbeitet Danfoss ständig daran, die Produktionsprozesse zu optimieren. Die neue Hatebur-Warmpresse wird voraussichtlich die Produktionsqualität noch weiter erhöhen. «Über die Jahre haben wir die Werkzeugbestückung der alten Maschine verbessert und neue Produkte eingeführt. Die Maschine produziert immer noch auf einem sehr hohen Standard. Mit der neuen Warmpresse und der aktuellsten Technologie möchten wir diesen Qualitätsstandard weiter verbessern und gleichzeitig die Standmenge erhöhen», erläutert Køhler. Neun verschiedene Produkte sollen auf der Hatebur HOTmatic AMP 20 S gefertigt werden. «In Abstimmung mit Hatebur beschlossen wir, für alle Produkte eine neue Werkzeugausstattung zu kaufen. In enger Zusammenarbeit werden wir die Werkzeugausstattung optimieren, um die Effizienz zu verbessern und die Standmenge zu erhöhen!»

Datengetriebene Effizienz

Die neue HOTmatic AMP 20 S ist bedienungsfreundlich, weil sie viele neue technische Merkmale hat. Dem Bediener stehen umfassende Daten zur Verfügung und die SPS- Steuerungen bieten zusätzliche Automatisierungsfunktionen und Effizienz. «Für uns ist wichtig, ein klares, datengetrieben Bild davon zu haben, was die Maschine bieten kann. Der aktuelle Stand der Technik erhöht auch die Arbeitssicherheit, was für Danfoss entscheidend ist», berichtet Køhler. Um den Lärmpegel zu reduzieren, hat Danfoss die Förderer und Maschinen mit Einhausungen versehen.

Danfoss hat ein grünes Herz

Nachhaltigkeitsaspekte waren ein weiterer Grund für den Kauf der neuen Hatebur-Maschine. Charlie Køhler erläutert: «Der Energieverbrauch ist immer ein wichtiges Kriterium. Wir wollen mit unserem neuen Werk in Silkeborg die CO2-Neutralität erreichen. Die Senkung der CO2-Emissionen und die Reduzierung des Energieverbrauchs sind auch für Hatebur wichtige Themen, weshalb die Maschinen gemäss diesen Anforderungen optimiert wurden.»

«Die Maschine ist eine Sache, das Fundament eine andere», sagt Herr Køhler. Eine Warmpresse wie die AMP 20 S erfordert ein perfektes Fundament, um die höchstmögliche Präzision sicherzustellen. Die Planung und Errichtung des Fundaments für die Maschine mit ihren vielen verschiedenen Ebenen und wechselnden Neigungswinkeln ist ein komplexes Unterfangen. «Wir bei Danfoss waren verantwortlich für das Fundament, und unsere Partner bei Hatebur haben uns beraten und die Abnahme des Fundaments durchgeführt.» Am Hauptsitz von Hatebur in Reinach konstruierten und testeten die Schweizer Experten die Werkzeugausstattung in Anwesenheit des verantwortlichen Danfoss-Bedieners. Sofort nachdem die Werkzeugausstattung in Dänemark eingetroffen war, wurden Details analysiert und justiert, um den Prozess zu optimieren. «Unser Bediener hat eine Schulung bei Hatebur in der Schweiz absolviert und wird seine Kollegen einweisen, um sicherzustellen, dass wir gut vorbereitet sind», berichtet Køhler.

Ankunft in Dänemark

Der Umzug in das neue Werk Silkeborg hat bereits begonnen, und die neue Hatebur HOTmatic AMP 20 S traf in der ersten Augustwoche 2023 ein. Die Expertenteams beider  Unternehmen werden die Maschine am neuen Standort testen und in den kommenden Monaten in Betrieb nehmen. Die alte Hatebur-Maschine wird weiterproduzieren, bis die neue übernehmen kann – und dann wird es Zeit, die alte AMP 20 S in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden.

Charlie Køhler fasst zusammen: «Es ist ein grosser Schritt für uns. Die neue Maschine wird unsere Produktivität und unsere Flexibilität erhöhen. Mit der Hatebur HOTmatic AMP 20 S können wir die höchste Qualität sicherstellen, und wir werden in der Lage sein, Marktanforderungen für andere oder grössere Teile zu erfüllen. Wir werden unsere fruchtbare Zusammenarbeit mit Hatebur fortsetzen, um zum Beispiel gemeinsam innovative Werkzeuge für neue Produkte zu entwickeln.»

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