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20.04.2021

Die indische Firma Agrasen setzt mit Hatebur auf Innovation

Seit vielen Jahren zählt die Firma Agrasen Eng. Industries Pvt Ltd. in Jaipur ( Indien) zu den Kunden von Hatebur. Mit einer installierten Kapazität von 100 Millionen Lagerringen und Automobilkomponenten pro Jahr gehören die Fertigungsstätten von Agrasen zu den leistungsstärksten der Branche.

Der Werdegang des indischen Unternehmens Agrasen Engineering ist eine Erfolgsgeschichte wie aus dem Märchen. Was 1968 mit vier Mitarbeitern in ­einem Hinterhof der historischen «Pink City» Jaipur begann, entwickelte sich zu einem führenden Hersteller von Automobilkomponenten in Indien. Um die Expansion zu beschleunigen und die Produktivität zu steigern, vertraut Agrasen auf moderne Warmumformmaschinen von Hatebur. Doch beginnen wir unsere Geschichte zu einem früheren Zeitpunkt, als alles seinen Anfang nahm. 

Nachdem er 1965 vom Dorf in die Stadt gezogen war, um seine Ausbildung fortzusetzen, strebte Vinod Agarwal immer danach, eine eigene Firma zu gründen. Ohne technische Erfahrung begann er als Autodidakt mit der Bearbeitung von Lagerringen im Hinterhof seines Wohnhauses. Angesichts einer Ausstattung, die lediglich eine Drehmaschine umfasste, die er selbst mit einem Helfer bediente, hätte niemand vorhergesagt, was in den nächsten Jahrzehnten folgen sollte. Im Jahr 1983 wurde Agrasen Engineering offiziell mit der Vision gegründet, Lagerringe aus Rohren und Stangen herzustellen – und das nach hohen Qualitätsstandards und zu wirtschaftlichen Preisen. Das erste Fertigungswerk entstand im Industriegebiet Vishwakarma der Stadt Jaipur. Anfang der 1990er Jahre folgten zwei weitere Werke – eines für geschliffene Komponenten und eines für spanabhebend bearbeitete Teile. Heute, nach Jahrzehnten der Innovation und des Wachstums, beschäftigt das Unternehmens 270 Mitarbeiter und meldet einen Jahresumsatz von über 20 Millionen Euro.

Technologischer Sprung
Ein bedeutender Schritt in der Entwicklung des Unternehmens kam 2005, als Agrasen die erste Maschine von Hatebur installierte – die 

AMP 30 S – und mit Schmiedeprozessen bei einer Kapazität von 6.000 Tonnen pro Jahr begann. «Wir waren beeindruckt von der Steifigkeit, Präzision und überlegenen Qualität der HOTmatic AMP 30 S. Dank ihrer hochmodernen Technologie können die Hatebur-Maschinen unterbruchsfrei laufen und produktiv sein», erläutert Vinod Agarwal, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei Agrasen Engineering. «Mit diesem Aufstieg in eine andere Maschinenliga waren wir in der Lage, uns von vielen Mitbewerbern in Indien, China und Japan abzuheben.»
 
Die Hotmatic AMP 30 S ist eine dreistufige Warmpresse für mittelgrosse Schmiedeteile mit einem Durchmesser bis 67 mm und ­einem Produktionsausstoss von bis zu 140 Teilen pro Minute. Sie ist ideal für die vollautomatisierte Produktion geschmiedeter Teile für die Automobilindustrie und beeindruckt durch ihre Vielseitigkeit sowie durch einfache Rüstvorgänge und Bedienung.

Agrasen Engineering fuhr weiter auf der Innovationsschiene, installierte Robotiklösungen und eröffnete 2010 ein viertes Werk. Herr ­Vinod Agarwal: «Das ist unser bisher grösstes Werk – wir integrierten eines der bestehenden Werke in den Neubau. Wir begannen mit Vertikalschmieden und Wärmebehandlung und steigerten unsere Schmiedekapazität auf 10.000 Tonnen pro Jahr. Zwei Jahre später, 2012, eröffneten wir erfolgreich ein Weiterbildungsinstitut, um den Bedarf an qualifiziertem Personal zu decken. Diese Einrichtung bildet eine Quelle von Ressourcen und Know-how. Erfahrung, Talent und Innovationsgeist sind die Säulen unseres Erfolgs.»

Warmpresse AMP 50-9
Nachdem 2015 eine weitere AMP 30 installiert worden war und sich die Schmiedekapazität auf 13.000 Tonnen pro Jahr erhöhte, warf Agrasen Engineering ein Auge auf die neue Warmpresse AMP 50-9. «Wir wollten unsere Kapazität steigern und waren von der robusten Konstruktion der Maschine überzeugt», sagt Herr Vinod Agarwal. Die AMP 50-9 HFE ist eine leistungsstärkere Variante der AMP 50 und wurde 2015 von Hatebur eingeführt. 

Zu den wichtigsten neuen Merkmalen zählen eine höhere Presskraft von 9.000 kN statt bisher 8.000 kN und eine Erhöhung des maximalen Teiledurchmessers von 104 mm auf 108 mm. Agrasen Engineering erteilte den Auftrag und im Jahr 2018 wurde die Maschine 

installiert, wodurch sich die Schmiedekapazität des Unternehmens auf 33.000 Tonnen pro Jahr erhöhte und damit mehr als verdoppelte. Die AMP 50-9 erwies sich sofort als äusserst belastbare Bearbeitungsanlage für Rollen­lager mit verbesserter Produktivität – unter Beibehaltung der Flexibilität zum Produzieren eines breiten Spektrums sonstiger Teile. ­Namit Agarwal, Geschäftsführer bei Agrasen Engineering, erläutert: «Bei uns arbeiten acht Beschäftigte an der AMP 50-9 in zwanzig Schichten pro Woche. Die hohe Produktivität und die Gesamtanlageneffektivität sind wirklich hervorragend. «Damit haben wir gegenüber den meisten Mitbewerbern den Vorteil, komplexe Teile produzieren zu können, zum Beispiel Radnaben der Generation 3.»

Heute produziert Agrasen Lagerringe, Nocken und Teile für Gleichlaufgelenke auf den Maschinen AMP 30 S, AMP 30, AMP 50-9 von Hatebur. 

«Und eine neue AMP 30 S soll im Dezember 2020 eintreffen. Damit steigt unsere Gesamtschmiedekapazität auf 40.000 Tonnen pro Jahr», hebt Namit Agarwal hervor. 
Die von Agrasen hergestellten Produkte sind auf die Bedürfnisse der Automobilindustrie zugeschnitten und umfassen verschiedene Lageranwendungen, zum Beispiel Kugellager, Kegelrollenlager, Nocken, Zahnradrohlinge und Teile für Gleichlaufgelenke. Agrasen verarbeitet hauptsächlich unterschiedliche Stähle und Stahllegierungen sowie Lagerstähle, die zu den am schwierigsten zu schmiedenden Stählen zählen.

60 Prozent des Gesamtausstosses entstehen auf Maschinen von Hatebur
Mit einer installierten Kapazität von 100 Millionen Lagerringen und Automobilkomponenten pro Jahr gehören die Fertigungsstätten von Agrasen zu den leistungsstärksten der Branche. «In einem Monat produzieren wir etwa 2,2 Millionen Lagerringsätze auf ­jeder Hatebur AMP 30 und 1,8 Millionen Sätze auf der AMP 50. Insgesamt produzieren wir 60 Prozent unseres Gesamtvolumens auf Maschinen von Hatebur», sagt Herr Agarwal. 

Dank der Kombination verschiedener Hochgeschwindigkeitswarmpressen und Vertikalumformlinien zum Warmwalzen von Ringen 

ist das Unternehmen in der Lage, sowohl Grossserienprodukte als auch mittlere Losgrössen anzubieten. Ausser an einheimische Kunden in Indien verkauft Agrasen Engineering seine Produkte hauptsächlich in die ­Vereinigten Staaten, Europa, Indonesien, ­Malaysia und Thailand. Unternehmen wie ­ILJIN, JTEKT, NACHI, NEI, NSK, SCHAEFFLER, SKF, TATA und TIMKEN sind einige der zufriedenen Kunden.

Effizient mit Industrie 4.0
Präsident Vinod Agarwal und Geschäftsführer Namit Agarwal beabsichtigen, weiterhin die Innovation voranzutreiben und die Produktivität zu steigern: «Wir haben bereits die erste Stufe von Industrie 4.0 gezündet, die meisten unserer Maschinen sind vernetzt und wir sind in der Lage, die notwendigen Daten in Echtzeit bereitzustellen. Im Jahr 2021 werden wir weiter daran arbeiten, unsere Gesamtproduktivität und Effizienz zu verbessern und sämtliche Produktions-, Prüf- und Logistikprozesse in Industrie 4.0 zu integrieren. Mit Hatebur haben wir einen starken Partner an unserer Seite – einen wirklichen Technologiepionier, der unsere Bedürfnisse versteht.»

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