06.02.2023

Schliessvorrichtung auf der Hatebur HOTmatic AMP 30 S

Durch den Einsatz eines Schliesswerkzeugs auf der Hatebur HOTmatic AMP 30 S wird der Prozess deutlich verbessert und somit eine höhere Wirtschaftlichkeit erreicht.

Mit dem Einsatz von neuen Produktions-Technologien können in Zukunft Schmiedeteile wirtschaftlicher und mit weniger Materialeinsatz «near net shape» gefertigt werden. Dank eines Spezialverfahrens eröffnen sich neue Möglichkeiten im Bereich der Warmumformung. 

Teilespektren wie z. B. Tripoden, Kreuzgelenke und Teile mit sehr komplexen Aussengeometrien können nun auf einer HOTmatic in einem geschlossenen Gesenk gratfrei geschmiedet werden. 

Um das Spezialverfahren zu testen, wurde im Versuchszentrum in Reinach ein Spezialteil für das Schliesswerkzeug entwickelt, anschliessend ausgiebig getestet und weiterentwickelt.

Im neuen Verfahren wird das Schmiedeteil wie gewohnt auf der HOTmatic abgeschert und in die erste Stufe transportiert. In dieser Stufe wird das Teil in eine Vorform geschmiedet. Die zweite Stufe, die Hauptumformstufe, wurde von Hatebur-Spezialisten entsprechend für die Schliessvorrichtung entwickelt und umgebaut. 

Bei diesem Prozess werden die Druckbehälter aussen an der Maschine angeflanscht. Lediglich die Leitungen, die das Wasser unter Hochdruck in das Werkzeug befördern, sind im Werkzeugraum angeordnet. Mit diesem Spezialwerkzeug wird auf der Hatebur HOT-matic AMP 30 S eine Schliesskraft von bis zu 60 Tonnen erreicht. Diese Kraft wird benötigt, um das Spezialteil in einem geschlossenen Gesenk umzuformen. Der Stempel drückt auf die bewegliche, mit Kraft beaufschlagte Matrize und sorgt so während der kompletten Umformung für ein geschlossenes Gesenk, mit dem ein gratfreies Schmieden ermöglicht wird.

Diese «Wasserkissen-Technologie» bietet eine der besten Möglichkeiten, um Schliesskräfte zu erzeugen. Durch den Einsatz von Wasser kann die Schliessvorrichtung an den normalen Wasserkreislauf angeschlossen werden und das mühsame Trennen verschiedener Flüssigkeiten entfällt.